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Kutter ZK10

TRADITION
Ruder- und Segelkutter sind Boote mit langjähriger Tradition. Sie wurden überwiegend als Rettungs-, Arbeits- und Ausbildungsboote verwendet. Später kam ihr Einsatz für maritime Wettkämpfe bzw. Regatten hinzu. Dank der robusten Bauweise, des gutmütigen Seeverhaltens und der Möglichkeit, dass in diesen Booten eine gute Seemannschaft erlernt und Teamgeist entwickelt werden kann, haben sich derartige Boote bis in die heutige Zeit erhalten. Mit einer modernisierten Ausführung des seit vier Jahrzehnten bewährten Kuttertyps ZK 10 in Holzbauweise wurde diese Tradition fortgesetzt. 

BAUWEISE
In traditioneller Rundspantform wurde der Bootskörper gestaltet. Die Herstellung der Außenhaut erfolgte in verleimter, kreuzdiagonaler Plankenbauweise, mit einer Decklage aus Leistenplanken ("SP-CTM-Technologie"). Steven, Rippen und alle Weger bestehen aus verleimten Holzlamellen. Spiegel, Balkenkiel, Bodenwrangen, Querduchten und Dollbord sind aus Massivholz gefertigt. Sitzgrätinge, vorn und hinten, sind zweiteilig, herausnehmbar ausgeführt. Die seitlichen Längsduchten sind fest mit dem Unterbau verbunden. Nach dem Prinzip einer "Würfelgräting" wurde der Fußboden gestaltet. Dicht darüber sind die Stemmleisten für die Füße beim Rudern angeordnet. Alle herausnehmbaren Einzelbauteile sind gegen Wegschwimmen nach einer Kenterung, bzw. bei Überflutung gesichert. Die eingesetzten Hölzer entsprechen den Beständigkeitsklassen 1 und 2 nach EN ISO 12215-3. Der Schwertkasten ist aus GFK mit einlaminierten Verstärkungen gefertigt. 

MATERIAL
Für das Schwert, den überwiegenden Teil der Beschläge, Stage und Wanten wurde Edelstahl eingesetzt. Mast, Spieren und einige Beschläge bestehen aus seewasserbeständigem Leichtmetall und sind eloxiert, bzw. mit Kunststoff beschichtet. Die Ruderanlage besteht aus einem am Spiegel eingehängten Holzruderblatt in Massivbauweise, einer aus verleimten Holzlamellen bestehenden Ruderpinne und zugehörigen Beschlägen aus Edelstahl. Die Ruderanlage ist gegen Herausfallen z.B. bei einer Kenterung gesichert. 

KONSERVIERUNG
Mit naturfarbenem Polyurethan-Lack vom Typ SP 2000 wurden die Außenseiten des Überwasserbereichs und der gesamte Innenbereich lackiert. Für den Unterwasserbereich, einschließlich Schwert, wurde das Antifouling-System VC-Off-shore von International eingesetzt. 

SEGEL
Die Segel sind aus Kunstfasergewebe gefertigt. Genua und Besan sind mit einem Sichtfenster versehen.

RUDERANLAGE
Zum Rudern ist das Boot mit Riemen in zwei verschiedenen Ausführungen ausrüstbar: Standardriemen, mit glattem Blatt und Wettkampfriemen mit gekehltem Blatt (extra).

LENZSYSTEM
Zum Lenzen des Bootes befindet sich auf der Backbordseite des Schwertkastens eine Handlenzpumpe und in unmittelbarer Nähe eine Steckdose für eine zusätzliche elektrische Lenzpumpe (extra).

ELEKTROANLAGE
Die Stromversorgung aller an Bord befindlichen elektrischen Verbraucher übernimmt eine wasserdichte 12 V-Gleichstromanlage mit Schutzgrad IP 67. Sie besteht als Stromquelle aus einer Batterie und den Verbrauchern wie Navigationsleuchten, Steckdosen und Reserveanschluss. 

VERLADEN & TRANSPORT
Für das Kranen bzw. Verladen des Bootes sind im Bereich der Querduchten, unmittelbar an den Duchtwinkeln, vier Heißaugen angeordnet. Die Lagerung des Bootes hat auf dem Kiel oder im Bereich der Bodenwrangen zu erfolgen.

AUSRÜSTUNG
Zubehör und Sicherheitsausrüstung entsprechend dem Einsatzgebiet, siehe Ausrüstungsliste. 

RESERVEAUFTRIEB
Für die Reserveauftriebsräume wurde seewasserbeständiges Aluminium eingesetzt und die Hohlräume mit geschlossenporigem, wasserbeständigem Schaumstoff ausgefüllt. Hierdurch ist das Boot nach Überflutung bzw. nach einer Kenterung unsinkbar und entspricht somit modernsten Sicherheitsanforderungen. 

ZERTIFIZIERUNG
Der neue Bootstyp ZK 10 ist ausgelegt für Fahrten in küstennahen Gewässern, großen Buchten, Flussmündungen, Seen und Flüssen entsprechend der EG- Richtlinie für Sportboote 94/25/EG Entwurfskategorie C und dementsprechend zertifiziert. Die Einhaltung der Forderungen bezüglich Schwimmfähigkeit und Stabilität gemäß EN ISO 12217-2 wurden vom Germanischen Lloyd überprüft. Um die Teilnahme an Regatten zu ermöglichen, wurde beim Bau des Kutters die Klassenvorschrift des Deutschen Seesportverbandes e.V. eingehalten und das Boot danach vermessen (siehe Messbrief).