Special Olympics Landesspiele 2025

Es waren aufregende Tage rund um die Landesspiele von Special Olympics in Berlin und Brandenburg. Auch für die „alten Hasen“, die bereits Erfahrungen bei den Wettkämpfen für Menschen mit geistiger Behinderung sammeln konnten, lieferte die Veranstaltung bewegende Bilder und bleibende Erinnerungen.

Mit 18 Athleten trat die USE in drei Sportarten an, vier Trainerinnen und Trainer unterstützten die Gruppe mit Rat und Tat.

Nach einer würdevollen Eröffnungsfeier im Sportforum Berlin mit Gästen aus der (Sport-)Politik am Donnerstagabend, warteten am Folgetag die ersten Wettkämpfe. Im Tischtenniseinzel trat mit Thomas Koch ein erfahrener Special Olympics-Athlet an. Er war schon in Hannover und Kiel am Start und ließ entsprechend mehr Vorfreude als Nervosität erkennen. Lucas Rosengart und Carsten Normann hingegen waren das erste Mal dabei und zeigten sich beeindruckt von der Kulisse des Turniers. Scheinbar beflügelt von der Atmosphäre in der Paul-Heyse-Sporthalle gelangte er bis ins Finale seiner Leistungsklasse und unterlag nur knapp im Finale. Eine Silbermedaille bei der Premiere. Was für eine Leistung!

Zwar reichte es im Doppel nicht für eine Medaille, aber das schmälert die Leistung der Tandems Koch/Frase und Rosengart/Jendis keineswegs. Bis zum Schluss zeigten sie wirklich beeindruckende Ballwechsel, die einem die Ohren schlackern lassen.

Auch die beiden Leichtathleten Max Müller und Justin Jahn geizten nicht mit sportlichem Ehrgeiz. 5000m standen auf dem Programm und die meisten der vielen Fans auf der Tribüne konnten sich nur schwer vorstellen selbst einmal 12,5 Runden auf der rot leuchtenden Tartanbahn zu laufen. Umso größer war der Jubel nach jeder Kurvenumrundung. Weniger als 25 Minuten benötigte Justin für dieses Meisterstück und auch Max kam kurz nach ihm mit viel Beifall ins Ziel gestürmt. Platz 4 und 5 waren Lohn der harten Arbeit.

Das USE-Fußballteam nutze am Freitag die Zeit um sich bei Gesundheitsprogramm und den Mitmachstationen auf dem Gelände umzuschauen. Sie starten erst am Samstag in die Wettbewerbe. In einer 5er-Gruppe standen vier Spiele am Vor- bzw. Nachmittag auf dem Spielplan. Nicht nur wettertechnisch, sondern leider auch spielerisch fielen diese Begegnungen allerdings ins Wasser. Nur ein Punkt konnte eingesammelt werden.

Motivation genug den Folgetag besser zu gestalten. Und trotz der körperlichen Herausforderungen gelang dies erstaunlich gut. Immerhin zwei Siege konnte die Mannschaft einfahren und sich so noch Platz 4 in der Gesamtwertung sichern.

Ziemlich erschöpft, aber mit lachenden Gesichtern blickt die USE-Delegation zurück auf vier Tage im Zeichen des inklusiven Sports. Mit der Teilnahme an den Anerkennungswettkämpfen in Berlin ist die formale Voraussetzung zur Teilnahme an den Nationalen Spielen von Special Olympics in Saarbrücken 2026 erfüllt.
Lust auf mehr haben die Landesspiele in jedem Fall gemacht.